Der Aufstieg
Der Aufstieg
Um die Berechtigung für ein Leben nach dem Tod zu erhalten, muss ich zu meinen Lebzeiten gehorsam gegenüber einer höheren Macht sein, meine Nächsten lieben (falls das in den höheren Plan passt) und gut zur Welt im Allgemeinen sein. Die Regeln sind klar: Glaube, liebe, hoffe und wenn du soweit alles richtig gemacht hast: werde belohnt. Der Glaube Fundamentiert auf Dogmen, die sich irgendwann, mal irgendwer, wegen irgendetwas hat einfallen lassen. Die Hoffnung Vielleicht erreiche ich das Paradies. Vielleicht finde ich inneren Frieden. Vielleicht erlebe ich Freude am Leben. Vielleicht lebe ich Liebe. Die Liebe ist (lt. Wikipedia) eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung. Ist da aber noch Platz für innere Freiheit, Selbstliebe und vor allem Selbstakzeptanz ? Das Paradies -den Einzug muss man sich erarbeiten, ja sogar erkämpfen (widerspricht doch irgendwie dem Friedensgedanken) -das Paradies muss auch dann auch noch durch Wächter geschützt werden (wo bleibt da die Freiheit, die Liebe, das Vertrauen) - ein Zustand ohne Gut und Böse (ohne Liebe, ohne Licht, ohne lebendige Seele) - mit einem Herren, der erst tötet und dann evtl. neu erschafft Also der bittere Nachgeschmack bei der Freude auf ein Paradies heißt immer: „Einzug ist möglich, aber …....“ Diese sehr, sehr kleine Zusammenfassung, die unendlich weitergeführt werden könnte, lässt mich die daraus resultierende Fragen formulieren: „Weswegen sollte es sich lohnen, ein Leben zu führen, das nur ausgerichtet ist nach Glaubenssätzen, nach Konditionierungen und nach Programmierungen ?" "Weswegen soll ich mich damit zufrieden geben, dass ich so nur leichter geführt werden kann ?" "Weswegen tausche ich aus Angst davor meine eigenen persönlichen Freiheit zu leben, meine Freiheit gegen den Wunsch und die Hoffnung, eines Tages vielleicht den Einzug ist Paradies zu erhalten, ein ?" "Wo bleibt die Freiheit für mich und meine Seele ?“
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